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Ground Response Test

Ab 30 kW Heizleistung muss die Wärmekapazität des Bodens mit einem sogenannten Response Test gemessen werden (auf Wunsch des Kunden). Bei einem thermischen Response Test zirkuliert 7 Tage lang eine Trägerflüssigkeit durch die Sonde (üblicherweise in der ersten betriebsfähigen Sonde), wobei dem Boden fortlaufend Wärme entzogen oder eingespeist wird. Während des Tests werden kontinuierlich die wesentlichen Parameter gemessen. Die dabei eingespeiste Wärme muss anhand der technischen Daten der Anlage bereits im Vorfeld mit grosser Genaugkeit berechnet und festgelegt werden. Aus diesen Messungen kann die genaue Bodentemperatur, die thermische Leitfähigkeit des Erdreichs und der Widerstand der Sondeneinheit bestimmt werden. Prinzipiell ist der Test sowohl für die einzelne Sonde, als auch für das gesamte Sondensystem durchzuführen und zwar unter Berücksichtigung von verschiedenen geothermischen Spannungszuständen. Eine zuverlässige Dimensionierung des Sondenfeldes kann nur erfolgen, wenn die geothermischen Eigenschaften des Bodens bekannt sind. Die Eigenschaften des Untergrundes, die Art der Sonden und die Thermoinjektion sind grundlegende Parameter für die richtige Auslegung der Anlage. Sie beeinflussen stark die Anzahl der für ein System erforderlichen Erdwärmesonden, sowie deren Positionierung und Geometrie der Oberflächenverbindungen. Die Messung der Bodeneigenschaften ermöglicht es, die Nutzung des geothermischen "Reservoirs" zu optimieren. Mit Hilfe von Simulationsprogrammen ist es anschliessend möglich, die Anlage für einen langjährigen Betrieb auszulegen und die Funktionsweise für z.B. 20 Jahre zu simulieren.